RTS Blog - Neues vom Seminar

9. September 2013BekanntmachungRTS

Am 16. August wurde in einer Sitzung des Vorstandes (Kuratoriums) des Reformatorisch-Theologischen Predigerseminars eine wichtige Entscheidung getroffen: Heidelberg soll der zukünftige Standort werden.

Eine notwendige, aber keine einfache Entscheidung

Bereits zu einem früheren Zeitpunkt wurde festgestellt, dass eine theologische Ausbildungsstätte ihren Sitz in einer Universitätsstadt mit einer theologischen Fakultät haben sollte. Unter anderem ist die Nähe zu einer guten Bibliothek eine wichtige Voraussetzung. In dieser Hinsicht ist der momentane Standort, Hannover, nicht ideal, wenngleich das RTS auch dort viele positive Bedingungen vorgefunden hat, wie etwa einen Kreis von Freunden und freiwilligen Helfern, die man nur schweren Herzens zurücklassen wird.

Der Vorstand war sich dessen vollkommen bewusst, dass es keine leichte Entscheidung werden würde. Die Tatsache, dass in Heidelberg eine Gemeinde mit reformiertem Bekenntnis besteht, hätte etwas vorschnell zu einem Beschluss in dieser Richtung führen können. Der Vorstand erkannte aber, dass so einer beträchtlichen Anzahl von Faktoren keine hinreichende Beachtung geschenkt würde. Schließlich handelt es sich bei einer Kirche und einer Ausbildungsstätte um zwei völlig verschiedene Organisationen, die unabhängig voneinander ihre eigene Zuständigkeit haben. Räumliche Nähe kann Vorteile haben, ist aber absolut keine Notwendigkeit. Gewiss wäre es nicht wünschenswert, wenn bei der Entscheidungsfindung diese Dinge durcheinandergebracht würden.

Ein sorgfältiges Entscheidungsverfahren

Diese Überlegungen haben den Vorstand dazu bewogen, nach gründlicher Vorbereitung und Gebet einen sorgfältigen Prozess der Entscheidungsfindung zu durchlaufen, wobei achtzehn deutsche Universitätsstädte mit protestantischer theologischer Fakultät als möglicher oder wünschenswerter Standort besprochen wurden. Dabei wurden viele Faktoren berücksichtigt: die akademische und kirchliche Umgebung, die Lage im deutschen Sprachgebiet und in Europa, die Erreichbarkeit, das Mietpreisniveau für ein Gebäude sowie für die Unterkünfte der Studenten, das internationale Renommee, und einiges mehr. Viel Zeit wurde hierfür aufgewandt und schließlich blieben drei oder vier Orte übrig, unter denen auch Heidelberg war. Am Ende waren alle Mitglieder des Vorstandes bereit, eine Entscheidung zu treffen und bei der folgenden Abstimmung herrschte dann Einstimmigkeit: Es sollte Heidelberg werden. Jeder war dankbar für die Art und Weise, wie diese Entscheidung zustande gekommen war und ganz besonders für die Gesinnung, die uns hierfür von Gott geschenkt worden war.

Die vor uns liegende Strecke

Es wurde beschlossen, dass nach Möglichkeit im Frühjahr 2014 der Umzug stattfinden soll. Davor muss dann noch einiges geschehen. Bezahlbare Räumlichkeiten müssen gefunden werden, wo dann die Vorlesungsräume, die Bibliothek, der Arbeitsraum – auch für Studenten –, die Verwaltung und andere Büros untergebracht werden können. Für den Rektor und andere wird auch ein privater Umzug nötig sein. Darüber hinaus werden sich für die Studenten Folgen ergeben, wobei wir als Institution ihnen in der Übergangsphase größtmögliche Flexibilität entgegenbringen möchten. Gleiches gilt natürlich auch für unsere Dozenten und Gastdozenten.

Zwar ist das RTS glücklicherweise als Institution noch relativ klein, ein Umzug bringt dennoch sowohl finanziell als auch organisatorisch einen beträchtlichen Aufwand mit sich. Allen Mitarbeitern, Studenten, Verantwortlichen und Freunden stehen große Anstrengungen bevor.

Gerne möchten wir unsere Unterstützer darum bitten, ihre Zuneigung im Gebet und durch Gaben zum Ausdruck zu bringen. Wir werden Sie über die Ergebnisse unterrichten und zu gegebener Zeit auch dazu einladen, mit eigenen Augen zu sehen, wie das RTS in Heidelberg tatsächlich aussieht.

Apeldoorn, den 19. August 2013

Dr. Hans W. Maris

Vorstandsvorsitzender des RTS